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Christopher Street Day

Christopher Street Day

München hat ein ganz besonderes Verhältnis zum Christopher Street Day. Die erste Schwulen- und Lesben-Parade fand am 28.Juni 1980 in München statt. Allerdings hieß sie damals noch „Stonewall-Demo“ und war eine Art Protestzug. Straßenfeste fanden auch nicht statt. Stattdessen versammelten sich die Teilnehmer in den Biergärten am Chinesischen Turm.

Der heutige Christopher Street Day in München ist farbenprächtiger und prunkvoller. Der Tag wird von verschiedenen Lesben- und Schwulen-Vereinigungen und Institutionen veranstaltet. Darunter sind unter anderem die Münchener Aids-Hilfe und die Rosa Liste. Längst macht die Szene nicht nur auf die lokale Problematik von Lesben und Schwulen aufmerksam. Zum Christopher Street Day reisen Besucher aus der ganzen Welt an. So wird das Augenmerk darauf gelenkt, dass Lesben und Schwule sich in vielen anderen Ländern nicht frei bewegen und sich schon gar nicht zu ihren Neigungen bekennen dürfen. Anderenfalls droht Verfolgung und Gewalt. In einigen Ländern werden schwule und Lesben sogar zum Tode verurteilt, wenn sie frei zum Anders sein stehen.

An der Parade nehmen auch zahlreiche Prominente teil. Angeführt wird der Münchener Zug traditionell vom Oberbürgermeister. Der Höhepunkt des Christopher Street Days ist die Parade mit anschließender Kundgebung. Viele bekannte Künstler und Szene-Sympathisanten treten auf. In den Münchener Szene-Clubs gibt es Partys. Zudem finden Lesungen und Vorträge statt. Auch Politiker machen auf die Lebens- und Alltagssituation von Schwulen, Lesben und Transgendern aufmerksam. Andererseits hat der Christopher Street Day auch etwas wie Volksfeststimmung, denn zu der Parade kommen längst auch heterosexuelle orientierte Menschen.